Die Partnerschaft von Saxophon und Harfe ist ungewöhnlich und deshalb der Erklärung bedürftig. Gerade das Ungewohnte macht aber zugleich ihren Reiz aus. Das Gewohnte, wie es im vorliegenden Fall die Partnerschaft der Harfe mit der Flöte darstellte, bedarf keiner Erklärungen. Gerade deshalb sieht sich aber das Übliche dem Verdacht der Langeweile ausgesetzt und gilt als uninteressant. Das Duo, das Harfe und Saxophon bilden, gleicht zwei Menschen, die sich von dem sehr großen Altersunterschied, der zwischen ihnen besteht, nicht haben schrecken lassen, eine Ehe einzugehen. Die hier wiedergegebenen Kompositionen sind deshalb Artefakte zweiter Potenz. Ursprünglich für andere Besetzungen erdacht, wurden sie nachträglich für eine Besetzung arrangiert, für die sie, wie die weiteren Darlegungen ergeben werden, durchaus hätten geschrieben sein können.
Titelliste:
Gustav Bumcke Notturno op.45
Ida Gotkovsky Eolienne
Claude Debussy Suite Bergamasque Arr: Hermann Rid
Eugène Bozza Fantaisie Italienne
Jean Absil Sicilienne
Jean Baptiste Singelée Caprice op.80
Gabriel Verdalle Meditation op.18
Antonio Pasculli Hommage a Bellini
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