Die Namen Liszt, Strauss und Berg lassen vieles erwarten – aber keine Liedereinspielung. Der Grund ist einfach: Dass Franz Liszt und Alban Berg auch Gedichte vertont haben, ist Laien fast unbekannt und selbst Experten nur am Rande geläufig. Lediglich die Lieder von Richard Strauss haben einige Popularität erlangt. Darin liegt das Überraschende der vorliegenden CD: Sie mischt Raritäten des Repertoires mit Werken, die in den Konzertsälen lebendig geblieben sind.
Titelliste:
Franz Liszt
Der Fischerknabe (Friedrich Schiller)
Die Fischerstochter (Franz Karl Graf Coronini-Cronberg)
Und sprich (Freiher Rüdiger von Biegeleben)
Richard Strauss
Die Georgine (Hermann von Gilm) op. 10/4
Frühlingsgedränge (Nikolaus Lenau) op. 26/1 Cäcilie (Heinrich Hart) op. 27/2
Morgen! (John Henry Mackay) op. 27/4
Lob des Leidens (Adolf Friedrich von Schack) op. 15/3
Wasserrose (Felix Dahn) op. 22/4
Wir beide wollen springen (Otto Julius Bierbaum) op. 19/16
Befreit (Richard Dehmel) op. 39/4
Drei Lieder nach Heinrich Heine
· Schlechtes Wetter op. 69/5
· Mit deinen blauen Augen op. 56/3
· Frühlingsfeier op. 56/5
Alban Berg Sieben Frühe Lieder
· Nacht (Carl Hauptmann)
· Schilflied (Nikolaus Lenau)
· Die Nachtigall (Theodor Storm)
· Traumgekrönt (Rainer Maria Rilke)
· Im Zimmer (Johannes Schlaf)
· Liebesode (Otto Erich Hartleben)
· Sommertage (Paul Hohenberg)
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Leuchtend große Stimme
"
… Wer letztes Jahr bei ihrem Liederabend zu den Festspielen nicht dabei war, kann nun zuhause hören, wie wunderbar Lieder von Richard Strauss klingen können, wenn sich ihrer eine Sängerin mit einer in allen Lagen leuchtenden, großen, aber schlank geführten Stimme widmet. Urmana singt überdies mit Stilsicherheit, ausgezeichneter Diktion und Wortverständlichkeit. Unterstützt wird sie von einem Pianisten (Jan Philip Schulze), der es nicht bei "Begleitung" belässt, sondern aktiv mitgestaltet und die Farben eines ganzen Orchesters imaginiert […]. Schmerzlich schön." Fürstenfeldbrucker SZ, klk, 29.06.05
"… Romantische bilder, die die Sängerin mit selten ausgefeilter Sensibilität und Stimmtechnik behandelt." Welt am Sonntag, Martina Kausch, 31.07.05
"… Bereits die drei an den Anfang des Recitals gestellten Liszt-Lieder nehmen den Hörer restlos gefangen […] Kaum kann man es glauben, dass Urmana sich trotz ihrer großen Stimme die Fähigkeit bewahrt hat, mit derart feinem Pinsel zu malen. Auch die folgenden Stücke von Strauss und Berg sind durchwoben von subtilen dynamischen Nuancen und zeugen davon, wie bedacht Urmana mit ihrem enormen Material umgeht, es nicht verschwenderisch, sondern dramaturgisch klug einsetzt… … Schulze begleitet gefühlvoll und mit technischer Selbstverständlichkeit. … Dieses Recital bietet nicht nur die beispielhafte Interpretation eines interessanten Liedprogramms, sondern beschert dem Hörer einfach schöne Momente." www.klassik.com, Andreas Schubert, 13.08.05
"Beeindruckend an dieser Lied-Anthologie sind zweifellos die beträchtlichen gesangstechnischen Fähigkeiten, mit denen Violeta Urmana aufwartet […]." www.klassik-heute.de, Kurt Malisch, 20.09.05
""… Urmanas Stimme strömt verführerisch und sinnlich, und sehr beweglich und stets ästhetisch meistert sie die anspruchsvollen Lieder von Richard Strauss. Wie auch in den Liedern von Franz Liszt geizt sie nicht mit ihrer vorbildlichen Pianokultur… Jan Philip Schulzes subtiles Musizieren vermag ebenso zu gefallen, wie sein glutvolles und spannungsreiches Agieren." Das Opernglas, S. Martens, Oktober 2005
"… Die drei Lieder von Liszt lassen die Romantik abendrötlich leuchten und Urmanas dunkel grundierten Sopran zart verhalten glühen. Bei den elf Liedern von Strauss blüht die Stimme in satten Farben auf… Von ihrer üppigen vokalen Farbenpracht und Ausdrucksintensität profitiert auch die Präsentation der nachttraumartigen Sieben Frühen Lieder Alban Bergs." crescendo, HGV, Oktober/November 2005
"Ein neues Stimmformat für den Liedgesang - ein expansives, durchschlagendes… die "Adonis"-Rufe aus Richard Strauss’ Heine-Vertonung "Frühlingsfeier" locken durch klare Fassung und weiche Fülle… Mit Jan Philip Schulze am Klavier ergibt sich eine einmütige, eine empathische Partnerschaft." Hessische/Niedersächsische Allgemeine, Siegfried Weyh, 10.11.05
"[…] fast mädchenhaft timbrierte Stimme; exzellent die Bewältigung heikler Oktavaufschwünge… […] berückende Eindrücke…"
Musik ****
Klang **** Fono Forum, C.Z., 12-2005
Ekstatischer Strauss
"[…] gerade zu den Strauss-Liedern passt ihre Stimme wunderbar. Begleitet wird sie versiert, sensibel-kraftvoll von Jan Philip Schulze […]" Frankfurter Neue Presse, md, 18.11.2005